Frankfurt: Atubolu erwägt offenbar Wechsel nach Berater-Trennung

Noah Atubolu zieht Reißleine bei Beratern und gibt offenbar grünes Licht für überraschenden Wechsel

Noah Atubolu, Torhüter des SC Freiburg, zieht offenbar Konsequenzen aus einem ereignisreichen Transfersommer. Nach Berichten des kicker hat sich der 24-Jährige von seiner Berateragentur Epic Sports getrennt. Diese Entscheidung könnte den Weg für einen möglichen Wechsel zu Eintracht Frankfurt ebnen, der nun als „stabilste Alternative“ zu seinen ursprünglichen Plänen betrachtet wird.

Vor dem Transfersommer hatte Atubolu eine Vertragsverlängerung über das Jahr 2027 hinaus beim SC Freiburg abgelehnt. Ziel war es, einen Transfer zu einem europäischen Top-Klub, idealerweise aus der Premier League, zu ermöglichen. Entgegen den Erwartungen blieben jedoch konkrete Angebote, beispielsweise von Aston Villa, aus. Auch andere attraktive Optionen auf dem Markt zeigten sich nicht, was zu Unzufriedenheit mit der Arbeit seiner Berater führte.

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Torhüter-Situation in Frankfurt

Die Eintracht Frankfurt sucht ihrerseits nach einer neuen Nummer eins, insbesondere nach einer deutlichen 0:7-Niederlage gegen Brentford anderthalb Wochen vor Beginn der Bundesliga-Saison. Weder Kaua Santos noch Michael Zetterer konnten den neuen Trainer Adi Hütter überzeugen. Santos, der am vergangenen Samstag in Brentford sieben Gegentore kassierte, wird von Hütter als Unsicherheitsfaktor angesehen.

Für das anstehende DFB-Pokal-Spiel gegen den SC St. Tönis wird Kaua Santos noch einmal im Tor stehen. Dies bestätigte Hütter auf einer Pressekonferenz und erklärte, dass man mit Santos in das Spiel gehen werde, um dann die weitere Entwicklung abzuwarten. Die Entscheidung für Santos im Pokalspiel wird laut Informationen als Notlösung für das Spiel gegen einen deutlich schwächeren Gegner betrachtet, während die Suche nach einem neuen Torwart intensiv fortgesetzt wird.

Der Trainer Hütter äußerte sich nicht direkt zu einem Wunsch nach einer neuen Nummer eins bis zum Ende des Transferfensters am 1. September. Er betonte jedoch, dass sein Fokus auf dem Personal liege, das aktuell zur Verfügung stehe. Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass Hütter mit der aktuellen Torhütersituation unzufrieden ist und einen neuen Schlussmann für die kommende Saison wünscht.

Freiburgs Forderungen und Atubolus Überlegungen

Der SC Freiburg fordert für Atubolu, trotz der bekannten Situation, mindestens 15 Millionen Euro. Dies könnte eine Herausforderung für die Eintracht darstellen, die ihren geplanten Transferüberschuss von 50 Millionen Euro in diesem Sommer noch nicht erreicht hat. Bislang gab es laut kicker noch keine konkreten Verhandlungen zwischen Freiburg und der Eintracht.

Atubolu
Atubolu Credit: spox.com

Markus Krösche, Sportvorstand der Eintracht, wird sich in der Torhüterfrage nicht ausschließlich auf Atubolu konzentrieren, um die Verhandlungsposition gegenüber Freiburg nicht zu schwächen. Auch die Verpflichtung oder Leihe einer Nummer zwei eines ausländischen Top-Klubs sei denkbar. Zuletzt wurde die Eintracht auch mit einer Rückkehr von Lukas Hradecky in Verbindung gebracht, wobei diese Spur laut kicker nicht „heiß“ sei.

Atubolu selbst trainiert mittlerweile wieder im Mannschaftstraining der Freiburger, nachdem er zuvor individuell trainiert hatte. Obwohl er sich einen Wechsel zur Eintracht gut vorstellen kann, überprüft er derzeit noch sein Umfeld und die „Belastbarkeit des schon länger bestehenden Interesses anderer Klubs wie Neapel, Marseille oder Bournemouth“.

Die Situation um die Torhüterposition in Frankfurt bleibt somit dynamisch, während Atubolu seine Optionen prüft. Kaua Santos wird am Wochenende im DFB-Pokal zwischen den Pfosten stehen.

Source: spox.com

Laura Koch ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.

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