Freiburgs Ginter sendet doppelte Botschaft an Klopp bei Quali-Sieg

Matthias Ginter (32) vom SC Freiburg hat im Hinspiel der Conference-League-Play-offs gegen Motherwell eine doppelte Botschaft an den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) gesendet. Ginter erzielte beim 3:1-Sieg in Motherwell zwei Tore und zeigte sich in starker Form.
Der Abend begann für Freiburg jedoch schwierig. Bereits nach 69 Sekunden ging Motherwell durch Charles-Cook in Führung, nachdem Longelo ihn in Szene gesetzt hatte. Freiburg geriet früh mit 1:0 in Rückstand.
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Freiburgs Aufholjagd und VAR-Einsatz
Die Antwort des SC Freiburg ließ nicht lange auf sich warten. In der 28. Minute köpfte Ginter nach einem Freistoß von Scherhant zum 1:1-Ausgleich ein. Das Tor wurde anschließend fast fünf Minuten lang vom VAR überprüft, da der Verdacht eines Foulspiels durch Ginter bestand. Nach der langen Überprüfung wurde das Tor jedoch anerkannt.
Im weiteren Verlauf der Partie wurde Freiburg dominanter und erspielte sich zahlreiche Torchancen. Besonders Matanovic und Scherhant sorgten immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Eine weitere VAR-Szene prägte das Spiel, als Freiburg ein Elfmeter zugesprochen wurde. Moorman von Motherwell hatte Freiburgs Engelhardt im Strafraum gefoult. Nach einer erneuten VAR-Überprüfung erhielt Moorman die Rote Karte.
Matthias Ginter, der bisher nicht als Elfmeterschütze für Freiburg bekannt war, trat zum Strafstoß an. Er verwandelte sicher zum 2:1 in der 65. Minute und erzielte damit seinen ersten Doppelpack in seiner Karriere. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster (41) kontrollierte danach das Spielgeschehen.
Kurz vor Spielende erhöhte der japanische Neuzugang Keisuke Goto in der 90. + 6. Minute auf 3:1. Mit diesem Ergebnis hat der SC Freiburg eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag um 18:45 Uhr.
Ginters Botschaft an den Bundestrainer
Ginters Leistung in Motherwell könnte als klare Botschaft an den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp verstanden werden. Der Verteidiger war bereits in der vergangenen Saison einer der auffälligsten Spieler Freiburgs, sowohl defensiv stark als auch offensiv gefährlich. Er erzielte in der letzten Spielzeit insgesamt fünf Tore als Innenverteidiger.
Trotz seiner starken Leistungen in der Vorsaison wurde Ginter vom ehemaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann (39) nicht für die WM berücksichtigt. Deutschland schied damals enttäuschend aus, und Nagelsmann ist inzwischen nicht mehr im Amt. Jürgen Klopp hat nun die Trainerbank der Nationalmannschaft übernommen.
Ginter kennt Klopp bereits aus der Saison 2014/15, als er unter ihm bei Borussia Dortmund spielte. Die beiden Tore im Europapokal-Spiel sind ein deutliches Signal an den neuen Bundestrainer. Der SC Freiburg stand vor genau drei Monaten erstmals in einem europäischen Finale gegen Aston Villa und kämpft nun in den Qualifikations-Playoffs der Conference League um die weitere Teilnahme am europäischen Wettbewerb.
Der Sieg in Motherwell ist ein wichtiger Schritt für den SC Freiburg in den Qualifikations-Playoffs der Conference League.
Source: bild.de