Deutsche Schwimmerinnen Gose und Werner gewinnen Medaillen bei EM

EM: Zwei Medaillen für deutsche Schwimmerinnen - BILD

Bei der Schwimm-EM in Paris haben die deutschen Schwimmerinnen Isabel Gose und Maya Werner Medaillen gewonnen. Isabel Gose sicherte sich am Dienstagabend Silber über 800 Meter Freistil im Becken. Ihre Vereinskollegin Maya Werner holte Bronze in derselben Disziplin und erreichte dabei eine persönliche Bestzeit.

Für Isabel Gose ist dies die dritte Medaille bei den aktuellen Europameisterschaften. Zuvor hatte sie bereits zwei Goldmedaillen im Freiwasser gewonnen, sowohl im Knockout-Sprint als auch mit der Staffel. Der zweite Platz über 800 Meter Freistil ist für Gose eine Wiederholung ihres Erfolgs von der EM in Rom vor vier Jahren, wo sie ebenfalls Silber über diese Distanz gewann. Sie musste sich lediglich ihrer Konkurrentin Simona Quadarella geschlagen geben.

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Das Rennen über 800 Meter Freistil war von Beginn an spannend. Ab der dritten Wende, bei 150 Metern, setzte sich Gose an die Spitze und lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Quadarella. Dahinter konnte sich Maya Werner von ihren Konkurrentinnen absetzen, um den Bronzeplatz zu sichern. Nach 600 Metern startete Quadarella eine Attacke, wodurch Gose einen knappen Rückstand bekam, den sie nicht mehr aufholen konnte. Werner belegte klar den dritten Rang, was einen deutschen Medaillen-Doppelschlag bedeutete.

Gose äußerte sich nach dem Wettkampf zufrieden: „Ich bin super happy. Drittes Rennen, dritte Medaille.“ Auch Werner zeigte sich erfreut über ihren Erfolg: „Ich habe mich mit den 800 Metern die letzten Jahre echt schwergetan. Ich freue mich, dass es schon jetzt mit einer Medaille geklappt hat.“ Sie verbesserte ihre bisherige Bestmarke um sieben Sekunden, was sie besonders glücklich machte.

Während die Schwimmerinnen Erfolge feierten, blieben weitere Podestplatzierungen für das deutsche Team am zweiten Wettkampftag der EM aus. Lise Seidel über 200 Meter Rücken und Melvin Imoudu über 100 Meter Brust landeten jeweils auf dem vierten Platz. Für Imoudu war dies besonders bitter, da ihm bereits bei den Olympischen Spielen 2024 nur wenige Hundertstelsekunden zu Bronze fehlten und er auch dieses Mal das Podium um 0,15 Sekunden verpasste.

Luca Nik Armbruster, der im Halbfinale über 50 Meter Schmetterling einen deutschen Rekord aufgestellt hatte, belegte im Finale den sechsten Platz. Die Mixed-Staffel über 4 × 100 Meter Lagen erreichte im letzten Finale des Tages den fünften Rang. Trotz eines deutschen Rekords von 3:43,00 Minuten reichte es für das Quartett, bestehend aus Kaii Liam Winkler, Melvin Imoudu, Angelina Köhler und Nina Holt, nicht für eine Medaille. Die Staffel verbesserte die Bestmarke aus dem Jahr 2015 um mehr als eine Sekunde. Gold ging an Gastgeber Frankreich, gefolgt von den Niederlanden und Russland.

Die Freistil-Staffel der Männer über 4×200 Meter hatte bereits am Montag mit Lukas Märtens, Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn in deutscher Rekordzeit Bronze gewonnen und damit die erste Medaille für die DSV-Beckenschwimmer in Paris geholt. Insgesamt stehen nach dem zweiten Wettkampftag im Becken drei Medaillen für das DSV-Team zu Buche.

Unterdessen setzte Florian Wellbrock, der erfolgreichste Freiwasserschwimmer der Europameisterschaften von Paris, seine Siegesserie auf einem anderen Kontinent fort. Kurz nach seinen drei EM-Goldmedaillen im Freiwasserschwimmen gewann er auch bei den Pan Pacific Championships in Long Beach, Kalifornien. Wellbrock war noch am Tag seines dritten Titels, am vergangenen Samstag, nach Los Angeles geflogen, um dort anzutreten. Er siegte vor dem in München trainierenden Mexikaner Paulo Strehlke Delgado und dem Italiener Dario Verani. Für Wellbrock war die Erfahrung, ein „Olympiafeeling für 2028 zu kriegen“, wichtiger als der Erfolg selbst. Obwohl das Rennen nicht auf der Strecke der Sommerspiele von 2028 stattfand, konnte Wellbrock dort zweimal trainieren.

Source: bild.de

Paul Schäfer ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.

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