München: Jamal Musiala äußert sich nach Zusammenbrüchen zu neurologischer Dysfunktion

Der FC Bayern-Spieler Jamal Musiala hat sich nach zwei Zusammenbrüchen auf dem Spielfeld zu einer neurologischen Dysfunktion geäußert. Der Verein geht davon aus, dass Musiala seine Karriere trotz dieser Vorfälle fortsetzen kann. Dies geht aus Informationen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Musiala war in Testspielen gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim kurz nach seiner Einwechslung zusammengebrochen. Nach dem Spiel gegen Heidenheim meldete sich der 23-Jährige über soziale Medien zu Wort. Er erklärte, dass bei ihm „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen“ festgestellt wurden, die auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind.
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Musialas Wunsch und medizinische Einschätzung
Trotz der Diagnose möchte Musiala weiterhin Fußball spielen. Er betonte, dass es sein persönlicher Wunsch sei, sich dieser Herausforderung zu stellen und seiner Leidenschaft nachzugehen. Dies geschehe in enger Abstimmung mit Experten und mit Freigabe neurologischer Fachärzte, um das zu tun, was ihm bei der Genesung am meisten helfe: seinen Alltag zu leben und Fußball zu spielen.
Laut dem FC Bayern war Musialas Einsatz in beiden Testspielen unbedenklich und ärztlich umfassend abgesprochen. Musiala selbst schrieb, er befinde sich „in bester medizinischer Behandlung“ und es bestehe „kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko“.
Die Absencen, die Musiala beschrieb, können zu Momenten führen, wie sie gegen Leipzig und Heidenheim aufgetreten sind. Seine Mannschaftskollegen waren offenbar schon länger über seine Erkrankung informiert. In beiden Fällen bildeten Mitspieler einen Sichtschutz um den am Boden liegenden Spieler, bevor Musiala ausgewechselt wurde.
Erfolgreiche Sportkarrieren trotz neurologischer Erkrankung
Die Möglichkeit einer erfolgreichen Sportkarriere trotz einer neurologischen Erkrankung wurde bereits von anderen Athleten gezeigt. Ein Beispiel ist der ehemalige Skispringer Severin Freund. Freund wurde in der Saison 2014/2015 Gesamtweltcupsieger, gewann dreimal WM-Gold und 2014 Gold im Team bei den Olympischen Spielen.
Freund machte erst nach seinem Karriereende im Jahr 2022 öffentlich, dass er an fokaler Epilepsie leidet. Er hatte seinen ersten Anfall im Sommer 2004 im Alter von 16 Jahren. Nach einem weiteren Anfall im Jahr 2006 wurde ihm zunächst mitgeteilt, dass Leistungssport nicht möglich sei. Umfangreiche Tests ergaben jedoch, dass ein Anfall tagsüber unwahrscheinlich sei und er Sport ausüben dürfe.
Musiala leidet an einer Form der Epilepsie, wie er am Dienstagabend mitteilte.


Source: bild.de