Birmingham: Jean Paul Bredau läuft erneut unter 45 Sekunden und wird Fünfter

Jean Paul Bredau als Fünfter erneut unter 45 Sekunden

Jean Paul Bredau vom VfL Wolfsburg hat das Finale der Europameisterschaften im 400-Meter-Lauf am Mittwochabend im Alexander Stadium in Birmingham als Fünfter beendet. Mit einer Zeit von 44,93 Sekunden zeigte der deutsche Meister eine starke Leistung und verpasste die Medaillenränge nur knapp. Dies war seine drittbeste Zeit in seiner Karriere und die vierte überhaupt unter 45 Sekunden.

Bredaus Leistung stellt das beste EM-Ergebnis eines deutschen 400-Meter-Läufers seit dem Jahr 2002 dar. Damals gewann Ingo Schultz bei der EM in München die Goldmedaille mit einer Zeit von 45,14 Sekunden. Bredau selbst äußerte sich nach dem Rennen zufrieden mit seinen zwei guten Läufen unter 45 Sekunden innerhalb von zwei Tagen.

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Spannendes Finale im Alexander Stadium

Der Startschuss für das 400-Meter-Finale fiel am Mittwochabend, und Bredau, der auf Bahn sechs antrat, zeigte einen mutigen Beginn. Er konnte zu dem vor ihm laufenden Ungarn Attila Molnar aufschließen. Lediglich Europarekordler Matthew Hudson-Smith aus Großbritannien, der auf der Außenbahn neun startete, hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits etwas abgesetzt.

Auf der Zielgeraden konnte Bredau jedoch nicht mehr mit der Konkurrenz im Kampf um die Medaillen mithalten. Er überquerte die Ziellinie nach 44,93 Sekunden als Fünfter. Die Stimmung im Stadion war besonders intensiv, als Hudson-Smith vorgestellt wurde und auf die Zielgerade einbog, wie Bredau berichtete.

Der deutsche 400-Meter-Läufer Jean Paul Bredau sprintet auf einer blaueb Laufbahn durch die Kurve.
Der deutsche 400-Meter-Läufer Jean Paul Bredau sprintet auf einer blaueb Laufbahn durch die Kurve. Credit: leichtathletik.de

An der Spitze des Feldes dominierte Matthew Hudson-Smith. Der Brite, nach dem eine temporäre Tribüne in der Zielkurve benannt wurde, brachte seinen Vorsprung souverän ins Ziel. Mit einer Zeit von 44,17 Sekunden sicherte sich Hudson-Smith seinen dritten EM-Titel über 400 Meter. Zuvor hatte er bereits 2018 in Berlin und 2022 in München triumphiert. Hudson-Smith, der in Birmingham aufwuchs und im Alexander Stadium mit der Leichtathletik begann, war der Olympia-Zweite von Paris und Vize-Weltmeister von 2023.

Die Silbermedaille ging an Muhammad Kounta aus Frankreich, der eine Zeit von 44,40 Sekunden erreichte. Kounta hatte bereits im Halbfinale am Dienstag mit 44,38 Sekunden die schnellste Zeit abgeliefert. Bronze sicherte sich der Niederländer Jonas Phijffers mit einem neuen Landesrekord von 44,41 Sekunden, erzielt durch eine schnelle Zielgerade.

Blick nach vorn für Bredau und die Staffel

Jean Paul Bredau zeigte sich nach dem Rennen selbstkritisch, aber auch optimistisch. Er betonte, dass er sich nichts vorwerfen könne, da er zwei gute Rennen unter 45 Sekunden innerhalb von zwei Tagen absolviert habe. Im Finale sei er nicht ganz so schnell angegangen wie im Vorlauf. Die Konkurrenz sei jedoch stark gewesen, besonders auf der Zielgeraden hätten die anderen Läufer ihre Stärken ausgespielt.

Der Wolfsburger plant, weiter an seinen Fähigkeiten zu arbeiten, da er eine gute Basis geschaffen habe, um in Zukunft weitere Schritte nach vorne zu machen. Mit seiner dritten Zeit unter 45 Sekunden in dieser Saison hat Bredau deutlich gemacht, dass in Zukunft noch stärker mit ihm zu rechnen sein wird.

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Credit: leichtathletik.de

Für Bredau steht nach dem Einzelwettbewerb bereits der nächste Fokus an. Der Donnerstag ist für ihn ein Ruhetag, bevor am Freitag die Staffel-Vorläufe auf dem Programm stehen. Dort wird es für das deutsche Team darum gehen, sich für das Finale zu qualifizieren. Im Halbfinale der 400 Meter war bereits Thorben Finke vom SV Sigiltra Sögel ausgeschieden.

Neben dem 400-Meter-Lauf gab es weitere Entscheidungen. Die Hammerwerferin Aileen Kuhn aus Frankfurt verpasste eine Top-Platzierung und belegte mit 68,24 Metern den zehnten Platz, fast vier Meter unter ihrer Saisonbestleistung. Gold im Hammerwurf gewann Silja Kosonen aus Finnland mit 76,28 Metern, Silber ging an Sara Fantini aus Italien (74,35 Meter) und Bronze an Beatrice Nedberge Llano aus Norwegen (72,88 Meter). Die Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk aus Polen verpasste als Vierte ihre siebte EM-Medaille nur um 51 Zentimeter. Samantha Borutta (Frankfurt) und Jada Julien (Chemnitz) waren in der Qualifikation ausgeschieden.

Source: leichtathletik.de

Paul Schäfer ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.

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