Kaiserslautern startet mit zwei torlosen Unentschieden in die Saison

Der 1. FC Kaiserslautern hat einen ungewöhnlichen Start in die neue Saison hingelegt. Nach einem 0:0 gegen Wolfsburg in der Vorwoche trennten sich die Roten Teufel auch im Derby gegen den Karlsruher SC torlos mit 0:0. Beide Spiele endeten ohne Treffer, was den Saisonauftakt für die Pfälzer kurios gestaltet.
Trainer Torsten Lieberknecht setzte im Heimspiel gegen Karlsruhe auf dieselbe Startelf, die bereits gegen Wolfsburg auf dem Platz stand. Neue Verpflichtungen waren zunächst nicht in der Anfangsformation zu finden. Auch der von Newcastle United verpflichtete Murphy, 22 Jahre alt, gehörte noch nicht zum Kader.
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Die Partie im Fritz-Walter-Stadion war von Beginn an hitzig und von vielen Zweikämpfen geprägt. Die Atmosphäre auf den proppevollen Rängen spiegelte die Derby-Stimmung wider. Kaiserslautern zeigte sich anfangs als das aktivere Team und erspielte sich mehr Torchancen.
Verletzung und verpasste Chancen
Im Verlauf der ersten Halbzeit biss sich der KSC jedoch immer besser in die Begegnung. Dabei unterliefen den Pfälzern auch Fehler: Rückpässe von Elvedi, 29 Jahre alt, und Kunze, 28 Jahre alt, hätten beinahe zu einem Rückstand geführt. Kurz vor der Halbzeit gab es einen Schockmoment, als Lautern-Star Skyttä, 24 Jahre alt, nach einem harten Tackling am Oberschenkel getroffen wurde. Er musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Für den verletzten Skyttä kam Neuzugang Ibrahim Kanaté in die Partie. Der malische U23-Nationalspieler hatte kurz nach der Pause eine große Chance zur Führung, nachdem er einen Pass von Marlon Ritter erhalten hatte. Ein KSC-Verteidiger konnte den Ball jedoch noch vor der Linie klären. Danach übernahm der KSC zunehmend die Kontrolle über das Spiel, und der FCK konnte sich nur noch selten aus der eigenen Hälfte befreien.
Trotz des Drucks der Gäste gelang es den Roten Teufeln, das 0:0 bis zum Schlusspfiff zu halten. Dieses Ergebnis bedeutet einen neuen Vereinsrekord für Kaiserslautern: Die Mannschaft von Trainer Lieberknecht ist nun saisonübergreifend in den letzten vier Pflichtspielen ohne Gegentor geblieben, was es zuvor noch nie gab.
Derby-Atmosphäre und Ausblick
Die erste gefährliche Aktion für die Roten Teufel ereignete sich nach rund 18 Minuten. Nach einer Freistoßflanke von Ritter rettete Marcel Franke, und nach der anschließenden Ecke musste KSC-Keeper Hans Christian Bernat eingreifen. In der Folge drang Lautern öfter in den Karlsruher Strafraum ein, doch die Abschlüsse von Naatan Skyttä und Mergim Berisha fanden nicht den Weg ins Tor, in der 20. und 22. Minute.
Die Gäste meldeten sich erst eine knappe Viertelstunde später offensiv an. Moritz Broschinski konnte eine Einladung von Fabian Kunze nicht nutzen und scheiterte an Julian Krahl in der 36. Minute. Krahl rettete später erneut gegen Broschinski und sicherte so das torlose Unentschieden zur Pause in der 45.+2 Minute.
Im zweiten Durchgang hatte Rafael Pinto Pedrosa nach einem Fehlpass von Jacob Rasmussen eine Chance für den KSC, doch Krahl klärte die Situation in der 53. Minute. Diese Aktion schien den KSC zu beleben, der die Kontrolle übernahm und die Hausherren in der eigenen Hälfte einschnürte. Lautern kam in dieser Phase kaum noch zu Entlastungsangriffen.
Erst in den letzten zehn Minuten konnte sich der FCK wieder befreien, doch es entstanden keine wirklich gefährlichen Torchancen mehr. So endete auch das zweite Saisonspiel der Roten Teufel mit einem 0:0, nicht zuletzt dank der Leistung von Julian Krahl.
Nach dem Derby ist vor dem Derby: Bereits am kommenden Freitag reist der FCK nach Mannheim, wo der SV Waldhof in der ersten Pokalrunde wartet. Das Spiel beginnt um 18 Uhr vor ausverkauften Rängen.
Source: bild.de