Klopp-Vorstellung: Effenberg kritisiert Äußerung zur Familie

Klopps erste Pressekonferenz als Bundestrainer
Jürgen Klopp wurde am Freitag offiziell als neuer Bundestrainer des Deutschen Fußball-Bundes bestätigt. Bei seiner ersten Pressekonferenz lieferte Klopp die erwarteten Motivationssprüche. Die Vorstellung des neuen Bundestrainers wurde von verschiedenen Seiten kommentiert, wobei sowohl Lob als auch Kritik geäußert wurden.
Der Rekordnationalspieler Lothar Matthäus äußerte sich positiv über Klopps Wahl seiner Assistenten. Er hob hervor, dass Mark Kosicke, Klopps bisheriger Berater, ihn zum Verband begleiten wird. Matthäus betonte, dass Kosicke und Klopp sich seit Jahrzehnten kennen und ein hundertprozentiges Vertrauen zueinander besteht. Er sieht es als vorteilhaft an, jemanden zu haben, der Dinge aus einer anderen Perspektive betrachtet und mit dem kontrovers diskutiert werden kann.
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Lob für das Trainerteam und die Sportliche Leitung
Als Co-Trainer werden Peter Krawietz und Pepijn Lijnders, langjährige Assistenten von Klopp, sowie Sven Bender fungieren. Matthäus lobte Bender, der als ehemaliger Spieler von Klopp bei Borussia Dortmund, als nah am Fußball und sehr seriös beschrieben wird. Bender gehöre einer anderen Generation an und bringe eine eigene Denkweise mit, die dem fast 22 Jahre älteren Klopp neue Impulse geben könne, da er den Fußball anders sehe und näher an der Spielergeneration sei. Zudem kenne sich Bender gut im Nachwuchsfußball aus.
Auch die Verpflichtung von Per Mertesacker als künftiger Geschäftsführer Sport wurde von Matthäus begrüßt. Mertesacker, ein 2014-Weltmeister und langjähriger Nachwuchsmanager des FC Arsenal sowie TV-Experte, sei jemand, der seinen Job sehr ernst nehme und über den Tellerrand blicke. Matthäus resümierte, dass das Team mit Mertesacker und Bender, die als ruhige und seriöse Arbeiter beschrieben werden, gut aufgestellt sei, da beide viel im Fußball erlebt hätten.
Kritik an Klopps Äußerung und die Erwartung an Ergebnisse
Trotz der positiven Einschätzungen mahnte Matthäus nach der Pressekonferenz, dass es nun darauf ankomme, wie Klopps Worte umgesetzt werden. Er betonte, dass Klopp trotz seiner Ausstrahlung, Persönlichkeit und Erfolge an Ergebnissen gemessen werde.
Auch Stefan Effenberg merkte an, dass Klopp seinen Worten Taten folgen lassen müsse. Er hob hervor, dass Klopps Aussage, die Tür zur Nationalmannschaft stehe allen Spielern offen, ein deutliches Signal sei, das das Leistungsprinzip unterstreiche, an dem er unbedingt festhalten müsse.
Allerdings gefielen Effenberg nicht alle Kommentare bei Klopps erstem Auftritt. Insbesondere kritisierte er Klopps Äußerung, dass er direkt mit seinem Abschied gedroht habe, sollte seine Familie nicht in Ruhe gelassen werden. Effenberg bemerkte dazu, dass dies nicht wirklich gepasst habe, aber „so ist Jürgen Klopp nun mal“.
Die Vorstellung von Jürgen Klopp als Bundestrainer fand am Freitag statt.
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Source: web.de