München: Jamal Musiala fällt für Supercup aus

Bayern München wird im bevorstehenden Franz-Beckenbauer-Supercup ohne Jamal Musiala antreten. Der Offensivspieler wird Berichten zufolge nicht im Kader für das Spiel gegen Borussia Dortmund am Samstag stehen. Diese Entscheidung betrifft jedoch nur das erste Pflichtspiel der neuen Saison.
Musiala hatte kürzlich öffentlich gemacht, dass er unter einer „neurologischen Dysfunktion“ leide, nachdem er zweimal innerhalb weniger Tage auf dem Fußballplatz zusammengebrochen war. Er hatte dies in einem Instagram-Post am Dienstagabend mitgeteilt und dabei von „temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen“ gesprochen. Er betonte, dass es ihm gut gehe und kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko bestehe.
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Kaderentscheidung für den Supercup
Die Münchner tz und die Bild berichteten übereinstimmend, dass der 23-jährige Nationalspieler im Supercup nicht dabei sein wird. Bayern-Trainer Vincent Kompany soll die Kaderentscheidung am Freitagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt geben. Die Maßnahme gilt demnach ausschließlich für den Supercup.
Musiala war zuletzt beim Testspiel des FC Bayern in Heidenheim zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen auf dem Feld zusammengebrochen. Diese Vorfälle führten zu seiner öffentlichen Erklärung über seinen Gesundheitszustand. Trotz der aktuellen Situation soll Musiala für den Ligastart gegen den VfB Stuttgart am 28. August wieder im Kader stehen.
Umgang mit der Situation
Stefan Effenberg, Kolumnist, äußerte sich zu der Situation und betonte, dass Musiala nun zwei Herausforderungen meistern müsse: den Umgang mit seiner neurologischen Dysfunktion und die damit verbundene mentale Belastung. Er sei sich sicher, dass Musiala dabei auf die Unterstützung des FC Bayern zählen könne, was auch Uli Hoeneß bereits angekündigt habe.
Effenberg erwartet zudem, dass der FC Bayern umgehend für mehr Transparenz sorgen und direkt Informationen zum Gesundheitszustand des Spielers nachliefern sollte, möglicherweise in Zusammenarbeit mit neurologischen Experten. Dies sei elementar, um offene Fragen zu beantworten und Spekulationen zu vermeiden. Andernfalls könnten bei jeder Gelegenheit erneut Fragen aufkommen, die für Unruhe im Verein sorgen würden.
Trotz der aktuellen Entwicklungen geht Effenberg davon aus, dass der FC Bayern weiterhin fest mit Musiala planen und in gewohnter Weise weitermachen wird. Die Erkrankung des Offensivspielers macht ihn jedoch zu einem Unsicherheitsfaktor für den Verein. Eine Neurologin erklärte, dass etwa jeder zehnte Mensch im Laufe seines Lebens einen epileptischen Anfall erlebt, was die Art der Absencen verdeutlicht, die Musiala beschrieben hat.
Die Entscheidung, Musiala im Franz-Beckenbauer-Supercup nicht einzusetzen, ist eine Vorsichtsmaßnahme für das erste Pflichtspiel der Saison am Samstag.


Source: t-online.de