Paris: Deutsche Schwimmer erzielen Rekorde und gewinnen Bronzemedaille

Schwimm-EM in Paris: Deutsche Rekordflut und Bronzemedaille

Deutsche Männerstaffel holt Bronze

Die deutsche Männer-Freistil-Staffel hat bei der Schwimm-EM in Paris eine Bronzemedaille über 4×200 Meter Freistil gewonnen. Das Team, bestehend aus Lukas Märtens, Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn, erreichte eine neue deutsche Rekordzeit von 7:02,28 Minuten. Sie mussten sich lediglich den Staffeln aus Großbritannien und Frankreich geschlagen geben.

Märtens äußerte sich nach dem Rennen in der ARD: „Ich bin unfassbar stolz. Ich kann das gar nicht beschreiben, was wir da heute geschafft haben. Richtig genial.“ Für Märtens, der bereits Olympiasieger, Weltrekordhalter und Weltmeister ist, war dies eine weitere Medaille. Seine Teamkollegen feierten diesen Erfolg als den größten ihrer bisherigen Karrieren. Der 20 Jahre alte Bäschnitt sagte dazu: „Ich kann gar nicht beschreiben, wie stolz ich darauf bin, mit den Jungs das erreicht zu haben. Das werde ich, glaube ich, nie vergessen.“

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Die Staffel hatte bereits am Vormittag im Vorlauf eine Bestzeit von 7:04,83 Minuten vorgelegt, wobei Märtens als Startschwimmer überzeugte. Im Endlauf gelang es dem Team, diese Zeit nochmals zu verbessern. Insbesondere Bäschnitt und Jahn zeigten starke Leistungen, die im Vorfeld nicht unbedingt erwartet wurden. Märtens betonte, dass er die Leistung der Jungs, besonders wie Cornelius Jahn das Rennen beendete, als unbeschreiblich empfand, da Jahn normalerweise nicht die 200 Meter Freistil schwimmt.

Weitere Rekorde und knappe Entscheidungen

Auch die deutschen Frauen stellten über 4×200 Meter Freistil einen neuen deutschen Rekord auf. Mit einer Zeit von 7:49,14 Minuten verbesserten Maya Tobehn, Linda Roth, Nina Holt und Nicole Maier eine 20 Jahre alte Bestmarke, die 2006 bei einer EM in Budapest aufgestellt worden war. Trotz dieser Leistung verpassten sie eine Medaille denkbar knapp. Sie lagen 25 Meter vor dem Ziel noch auf dem zweiten Platz, wurden aber am Ende mit einem Rückstand von 0,01 Sekunden Vierte. Gold in diesem Wettbewerb ging an Großbritannien, gefolgt von Ungarn und Russland.

Nina Holt kommentierte die knappe Entscheidung: „Es ist hart, aber so ist der Sport. Wir werden eine Nacht drüber schlafen und morgen geht’s weiter. Das können wir nicht lange auf uns sitzen lassen.“ Nicole Maier ergänzte, dass der vierte Platz undankbar sei, der neue deutsche Rekord ihnen aber dennoch ein Lächeln ins Gesicht zaubere.

Ein weiterer deutscher Rekord wurde von Luca Armbruster über 50 Meter Schmetterling aufgestellt. Der 24-Jährige schwamm eine Zeit von 22,71 Sekunden im Halbfinale und verbesserte damit seine eigene Bestmarke aus dem vergangenen Jahr um 13 Hundertstelsekunden. Er qualifizierte sich als Fünfter für das Finale, das am Dienstag stattfindet. Armbruster zeigte sich „super happy“ und sagte, es sei besser gelaufen, als er erwartet hatte.

Luca Nik Armbruster auf dem Weg zum deutschen Rekord
Luca Nik Armbruster auf dem Weg zum deutschen RekordQuelle:Francois Nel/Getty Images Credit: welt.de

Neben Armbruster schafften auch Lise Seidel über 200 Meter Rücken und Melvin Imoudu über 100 Meter Brust den Sprung ins Finale. Seidel, die WM-Achte, erreichte im Halbfinale die fünftbeste Zeit von 2:09,43 Minuten. Ihr Rennen um Edelmetall ist ebenfalls für Dienstag angesetzt. Am Dienstagabend wird auch Freiwasser-Europameisterin Isabel Gose im Becken über 800 Meter antreten.

Pech hatten die deutschen Starter über die 400 Meter Lagen. Cedric Büssing belegte in 4:14,16 Minuten den vierten Platz, während Finn Hammer in 4:14,31 Minuten auf Platz fünf landete. Gold in dieser Disziplin ging an den Russen Ilia Borodin, der im sogenannten „Neutralen Team“ an den Start ging.

Source: bild.de

Laura Koch ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.

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