DLV-Athletinnen zeigen Stärke in Birminghamer Vorrunden

Am vierten Tag der Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham zeigten die Athletinnen des DLV in den Vorrunden bemerkenswerte Leistungen. Währenddessen wird die geringe Zuschauerbeteiligung in Birmingham im Hinblick auf zukünftige Bewerbungen für Leichtathletik-Großveranstaltungen diskutiert.
Leistungen der DLV-Athletinnen
Johanna Martin vom 1. LAV Rostock bestätigte ihr hohes Leistungsniveau im Halbfinale über 400 Meter. Sie lief die 51,34 Sekunden, was ihre viertbeste Karrierezeit darstellt. Martin, die in dieser Saison konstant Zeiten unter 51,50 Sekunden erreicht hat, traf in ihrem Lauf auf erfahrene Konkurrentinnen wie Natalia Bukowiecka (Polen) und Lurdes Gloria Manuel (Tschechien). Trotz eines starken Rennens, bei dem sie als Dritte aus der Zielkurve kam, wurde sie auf den letzten Metern noch von Charlotte Henrich (Großbritannien) und Myrte van der Schoot (Niederlande) überholt und belegte den fünften Platz in ihrem Halbfinale.
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Im 800-Meter-Halbfinale verpasste Smilla Kolbe von Eintracht Frankfurt den Finaleinzug nur knapp. Mit einer persönlichen Bestleistung von 1:57,80 Minuten im Vorlauf zeigte die 24-Jährige erneut eine beeindruckende Leistung. Sie hielt sich mutig an den Fersen der Favoritinnen Keely Hodgkinson (Großbritannien) und Femke Broeders-Bol (Niederlande). Nach einem Fotofinish mit Clara Liberman (Frankreich) wurde Kolbe der neunte Platz zugewiesen und verpasste das Finale um lediglich zwei Hundertstelsekunden. Durch die nachträgliche Qualifikation von Audrey Werro (Schweiz) und Gabija Galvydyte (Litauen) aufgrund eines Sturzes, startet Kolbe als Elfte aus der EM.
Im Hochsprung qualifizierte sich Christina Honsel vom TSV Wattenscheid 01 souverän für das Finale. Sie überquerte alle geforderten Höhen, einschließlich der 1,91 Meter für den Finaleinzug, jeweils im ersten Versuch. Honsel, die zuvor mit Fußproblemen zu kämpfen hatte, zeigte sich zuversichtlich für das Finale, in dem sie unter anderem auf Yaroslava Mahuchikh (Ukraine) treffen wird. Die Nachwuchsspringerinnen Anna-Elisabeth Ehlers (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Dorothea Gantert (SpVg Laatzen) sammelten wertvolle internationale Erfahrung. Ehlers erreichte 1,84 Meter und belegte den 22. Platz, während Gantert, ebenfalls mit 1,84 Meter, auf Rang 25 landete.
Blick auf die Zuschauerzahlen und WM-Bewerbung
Die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham finden zum ersten Mal in der Stadt statt. Obwohl die Wettkämpfe gut organisiert sind und das Stadion ansprechend ist, sind die Tribünen größtenteils leer, obwohl die Kapazität des Stadions 23.000 Zuschauer beträgt. Diese geringe Zuschauerbeteiligung ist für die Athletinnen und Athleten zwar bedauerlich, könnte aber Vorteile für die Bewerbung Münchens um die Austragung der Weltmeisterschaften 2029 oder 2031 haben.
München bewirbt sich beim Welt-Leichtathletikverband (IAAF) um die Ausrichtung der Weltmeisterschaften. Weitere Kandidaten sind Rom, Nairobi und London. Die bayerische Landeshauptstadt kann auf erfolgreiche Veranstaltungen verweisen, wie die Leichtathletik-EM im Rahmen der European Championships 2022. Damals war das Olympiastadion mit einer Kapazität von 63.000 Zuschauern bei den Abendveranstaltungen voll besetzt. Insgesamt besuchten 267.000 Zuschauer die Leichtathletik-Wettbewerbe während der EM-Woche. Die Entscheidung über die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2029 und 2031 soll im September fallen.


Die Münchner Bürgermeisterin Verena Dietl äußerte sich positiv über eine mögliche WM in München, die ein Gewinn für den Sport, die Stadtgesellschaft und die internationale Strahlkraft Münchens wäre. München strebt zudem die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 an, wofür es einen nationalen Vorentscheid geben wird, an dem auch Berlin und Köln-Rhein-Ruhr teilnehmen wollen.
Die Europameisterschaften in Birmingham dauern vom 10. bis 16. August.
Source: leichtathletik.de