Italienischer Fußballverband bestätigt Gespräche mit Pep Guardiola

Guardiola lehnt wohl Angebot ab
Der italienische Fußballverband hat Gespräche mit Pep Guardiola über die Position des Nationaltrainers bestätigt. Verbandspräsident Giovanni Malagò äußerte sich gegenüber italienischen Medien zu den Verhandlungen. Trotz des Interesses und der Bereitschaft des Verbandes, finanzielle Ausnahmen zu machen, scheint eine Verpflichtung Guardiolas unwahrscheinlich. Berichten zufolge hat sich der 55-jährige Spanier gegen das Angebot entschieden.
Die italienische Zeitung „Gazzetta dello Sport“ meldete, dass Guardiola kurz davor stehe, das Projekt abzusagen. Dies würde seinem ursprünglichen Plan entsprechen, nach seinem Abschied von Manchester City eine Pause einzulegen. Guardiola war zehn Jahre lang Trainer bei Manchester City.
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Der Verband hatte offenbar große Anstrengungen unternommen, um Guardiola zu überzeugen. Es wurde berichtet, dass Guardiola ein Gehalt von rund 20 Millionen Euro gefordert haben soll. Diese Forderung war demnach fast doppelt so hoch wie das, was die Italiener bei einem früheren Treffen angeboten hatten, obwohl Malagò angedeutet hatte, dass man bereit wäre, für Guardiola Ausnahmen zu machen.
Suche nach neuem Nationaltrainer geht weiter
Die Suche nach einem Nachfolger für Gennaro Gattuso, der nach dem dritten verpassten WM in Folge entlassen wurde, geht somit weiter. Zusammen mit Gattuso mussten auch Teambetreuer Gianluigi Buffon und Verbandschef Gabriele Gravina ihre Posten räumen. Paolo Maldini wurde bereits als neuer Technischer Direktor installiert und ist nun maßgeblich an der Suche nach einem neuen Trainer beteiligt.


Malagò betonte, dass es „richtig und wichtig“ gewesen sei, den Dialog mit Guardiola zu eröffnen und aufrechtzuerhalten. Er fügte hinzu, dass dies kein Mangel an Respekt gegenüber anderen Kandidaten sei, da auch Gespräche mit diesen bereits begonnen hätten. Die Aussicht auf die EM 2028 in Großbritannien und die WM 2030, die unter anderem in Guardiolas Heimat Spanien stattfinden soll, könnte für den Trainer reizvoll gewesen sein.
Guardiola hat in seiner Trainerkarriere dreimal die Champions League gewonnen und insgesamt zwölf nationale Meisterschaften in Spanien, Deutschland und England errungen. Insgesamt kommt er auf 39 Titel in allen Wettbewerben.
Potenzielle Kandidaten für die Trainerposition
Neben Guardiola wurden weitere Namen als mögliche Nachfolger für die Trainerposition gehandelt. Laut der „Gazzetta dello Sport“ stehen Andrea Pirlo, der zuletzt bei United FC tätig war, und Europameister-Coach Roberto Mancini auf der Liste. Mancini war der Trainer, der Italien zum Europameistertitel führte.
Zusätzlich zu Pirlo und Mancini werden auch Antonio Conte, der zuletzt den SSC Neapel trainierte, und Stefano Pioli, dessen letzte Station der ACF Florenz war, als potenzielle Kandidaten genannt. Malagò bestätigte die Spekulationen um Mancini und Pirlo und kündigte eine zeitnahe Entscheidung an, wobei er eine mögliche Überraschung nicht ausschloss.
Der italienische Fußball steht vor der Aufgabe, sich nach dem erneuten Verpassen der Weltmeisterschaft neu aufzustellen. Die Ernennung von Paolo Maldini zum Technischen Direktor ist ein Schritt in diese Richtung, um den Verband und die Nationalmannschaft wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Die Gespräche mit potenziellen Trainern laufen noch, und der Verbandspräsident hat eine baldige Bekanntgabe des neuen Nationaltrainers in Aussicht gestellt.


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Source: sportbild.bild.de