Hannover: Goldhoffnungen aus dem Südwesten bei den Finals 2026

Südwestdeutsche Athleten bei den Finals 2026
Die Finals 2026 in Hannover versammeln zahlreiche Athleten aus dem Südwesten Deutschlands, die in verschiedenen Sportarten um nationale Titel kämpfen. Insgesamt werden bei diesem Großereignis 143 Meistertitel in 24 Sportarten vergeben. Viele der Wettkämpfe finden in der Landeshauptstadt statt, darunter vor dem Neuen Rathaus und auf dem Opernplatz. Weitere Austragungsorte in Hannover sind das Erika-Fisch-Stadion, der Maschsee, die ZAG-Arena, das Stadionbad, die Leinewelle in der Altstadt und die Swiss Life Hall.
Im Beachvolleyball der Frauen tritt der Olympische Sportclub Baden-Württemberg mit Clara Dreßen, Mila Jancar, Leonie Klinke und Josefine Schäkel an. Das Team strebt im neuen Clubformat den ersten deutschen Meistertitel dieser Art an. Die Begegnungen beginnen mit zwei Spielen im 2-gegen-2-Format, wobei jede Spielerin eines Clubs einmal eingesetzt werden muss. Bei einem Stand von 1:1 entscheidet ein Golden Set im 4-gegen-4-Format über den Sieger. Dieser Satz wird bis 21 Punkte gespielt und fügt dem Wettbewerb eine taktische und teamorientierte Komponente hinzu. Zu den Gegnern zählen der 1. Beachclub Kiel e.V., die BR Volleys und Eintracht Spontent.
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Medaillenchancen in verschiedenen Disziplinen
Im Geräteturnen zählt Timo Eder vom MTV Ludwigsburg erneut zu den Favoriten. Der 21-Jährige gewann im vergangenen Jahr bei den Finals in Dresden den deutschen Meistertitel im Mehrkampf und reist als Titelverteidiger nach Hannover. Der amtierende Europameister möchte seinen Titel erfolgreich verteidigen. Als stärkster Konkurrent gilt Radomyr Stelmakh vom SC Cottbus.
Das Teams-Gewichtheben ist erstmals Teil der Finals. Der AV 03 Speyer, neunmaliger Deutscher Meister und zuletzt 2025 Titelgewinner, gilt als Favorit. Das Finale der German Weightlifting Bundesliga wird am 26. Juli in der Swiss Life Hall ausgetragen, wo die drei bestplatzierten Mannschaften der Saison um den Titel kämpfen.
In der Leichtathletik gehen neun Athletinnen und Athleten aus dem Südwesten als Favoriten an den Start. Neben bekannten Namen wie der Weitspringerin Malaika Mihambo aus Heidelberg, Gesa Krause und dem Mainzer Julian Weber im Speerwurf, gibt es auch Hoffnungen im Nachwuchsbereich. Die 21-jährige Hürdenläuferin Rosina Schneider startet in Bestform in Bochum-Wattenscheid, wo die Leichtathletik-Finals stattfinden. Lediglich der Stabhochsprung wird regulär in Hannover ausgetragen.
In der Rhythmischen Sportgymnastik kommen die größten Goldhoffnungen vom TSV Schmiden. Darja Varfolomeev ist die klare Favoritin und möchte nach ihren aktuellen WM- und EM-Titeln auch die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Auch Anastasia Simakova, WM-Dritte mit dem Reifen, und Viktoria Steinfeld, Mehrkampf-Dritte von 2025, haben gute Medaillenchancen.


Im 7er-Rugby ist der Südwesten bei den Frauen stark vertreten. Der RC Mainz, der Freiburger RC und drei Teams aus der Heidelberger Rugby-Hochburg stellen mehrere Medaillenkandidaten aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Dies führt zu mehreren direkten Südwest-Duellen in der Gruppenphase. Bei den Männern ruhen die Hoffnungen auf der RG Heidelberg und dem TSV Handschuhsheim, die bereits in der Vorrunde aufeinandertreffen und um den Einzug in die K.-o.-Runde kämpfen.
Im Trampolinturnen zählt Fabian Vogel vom MTV Bad Kreuznach zu den Top-Favoriten. Der 31-Jährige ist fünffacher Deutscher Meister und gehört seit Jahren zur nationalen Spitze. Zu seinen Erfolgen zählen die Weltmeistertitel im Synchron-Trampolinturnen 2022 in Sofia und 2023 in Birmingham.
Hessische Athleten mit Ambitionen
Auch Athleten aus Hessen nehmen an den Finals teil und haben Medaillenchancen. Im 3×3-Basketball startet Marie Reichert aus Kassel für das Team „Düsseldorf Tulsa“. Sie wurde 2024 Olympiasiegerin mit Deutschland und strebt nun den deutschen Meistertitel an.
Im Ju-Jutsu tritt Florian Pommert vom JC Hofheim an, der bereits mehrere deutsche Meistertitel besitzt und seine Sammlung in Hannover erweitern möchte. Ju-Jutsu ist eine in Deutschland entwickelte, modernere Form der Selbstverteidigung.
Bei den deutschen Trampolin-Meisterschaften gehen sieben Sportler aus Hessen an den Start. Matthias Schuldt aus Dietzenbach hat bereits Erfolge wie WM-Bronze 2022 mit dem Team und EM-Silber 2024 im Team- und Synchron-Springen gefeiert, ihm fehlt jedoch noch ein Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Seine Teamkollegin Maya Möller, 19 Jahre alt und ebenfalls aus Dietzenbach, gewann Silber bei der DM 2022 in Berlin und 2024 in Frankfurt.


Im Rudern startet Valentin Luz, 31 Jahre alt, von der Frankfurter Rudergesellschaft Germania im Doppelzweier in der Para-Mix-Kategorie. Er und seine Partnerin Kathrin Marchand vom RTHC Leverkusen gewannen im vergangenen Jahr die Europa- und Weltmeisterschaft. Auf dem Maschsee in Hannover führt der deutsche Meistertitel über dieses Duo.


Die Finals 2026 in Hannover bieten eine Plattform für zahlreiche Sportler, um sich in ihren Disziplinen zu messen und nationale Titel zu erringen.
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Source: sportschau.de