Nürnberg feiert Derbysieg gegen Fürth und zeigt Charakter

Stimmen zum Spiel: "Haben Charakter und Geschlossenheit gezeigt"

Derbysieg und Trainerstimmen

Der 1. FC Nürnberg hat das Frankenderby bei der SpVgg Greuther Fürth gewonnen und sich damit an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga gesetzt. Das Team von Trainer Miroslav Klose rang den Erzrivalen in einem ereignisreichen Spiel mit 4:2 (2:2) nieder. Klose äußerte sich nach dem Spiel über den Derbysieg und hob die Leistung seiner Mannschaft hervor. Er beschrieb das Spiel als ein typisches Derby mit vielen Aktionen und betonte, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit manchmal den Mut mit Ball vermissen ließ. Dennoch lobte er das Team dafür, zweimal zurückgekommen zu sein, was Charakter und Geschlossenheit zeige.

Die Freude nach dem Spiel war groß, und Klose erklärte, dass die Spieler es sich verdient hätten, in der Kabine zu feiern. Er erinnerte daran, dass die Mannschaft unter der Woche gut gearbeitet habe und dass ein solches Ergebnis auswärts in einem Derby etwas Besonderes sei, das die Jungs für ein paar Stunden genießen dürften. Klose erwähnte auch, dass die Bilder der Siege vor zwei Jahren noch präsent waren und man diese unbedingt auffrischen wollte.

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Auf der anderen Seite zeigte sich SGF-Cheftrainer Heiko Vogel enttäuscht. Er führte die Niederlage auf viele Kleinigkeiten zurück und meinte, dass Nürnberg angesichts der Daten nur glücklich über den Sieg sein könne. Vogel kritisierte seine Mannschaft dafür, Nürnberg die Tore geschenkt zu haben, was in dieser Liga nicht passieren dürfe. Er betonte, dass Nürnberg nicht gut gespielt habe, sondern dass die Tore durch eigene Fehler entstanden seien.

Spielverlauf und Spielerstimmen

Die Partie war von Beginn an rasant. Fürth hatte durch Felix Klaus, der in der 22. Minute per Elfmeter traf, die Führung übernommen. Nürnberg glich durch Piet Scobel in der 26. Minute aus. Kurz vor der Halbzeit ging Fürth erneut in Führung, diesmal durch Dennis Srbeny in der 41. Minute. Doch Julian Justvan sorgte in der 45. Minute für den erneuten Ausgleich zum 2:2-Halbzeitstand. In der zweiten Halbzeit drehte Nürnberg das Spiel komplett. Julian Justvan erzielte in der 54. Minute das 2:3, und Piet Scobel erhöhte in der 74. Minute auf 2:4.

Julian Justvan, der mit zwei Toren zum Matchwinner wurde, beschrieb sein Gefühl als Derbyheld als sehr schön und merkte an, dass das Spiel auf ihn zugeschnitten gewesen sei. Er betonte die Notwendigkeit, diese Euphorie für die kommenden Spiele mitzunehmen. Justvan sprach auch über die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft. Er gab zu, dass der Start schwer war und man trotz Kenntnis der gegnerischen Stärken nicht gut verteidigt und zu viel zugelassen habe. Das große Plus des Teams sei jedoch der Glaube an die eigene Qualität und die Gewissheit, immer Tore erzielen zu können, selbst bei Rückstand.

Über die Halbzeitansprache berichtete Justvan, dass es in der Kabine laut geworden sei. Man habe sich vorgenommen, die Stärken von Fürth zu unterbinden und lange Bälle nicht mehr zuzulassen. Gleichzeitig wollte man im eigenen Spiel ruhiger werden und die Räume sauberer ausspielen. Dies habe dazu geführt, dass Nürnberg Fürth das dominante Spiel aufdrängen und verdient gewinnen konnte.

Torhüter Jan Reichert, der einen Elfmeter hielt, wollte sich nicht als heimlichen Derbyhelden bezeichnen. Er betonte, dass es schön sei, dem Team mit dem gehaltenen Elfmeter zu helfen, aber dass nun alle Spieler Derbyhelden seien. Reichert fasste das Spiel zusammen, indem er die erste Halbzeit als ein Auf und Ab beschrieb, in der man zwar zweimal zurückkam, aber auch verschlafen agierte. Nach einer lauten Halbzeitansprache habe das Team eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt und schlussendlich verdient gewonnen. Die Euphorie nach Spielschluss sei das, wofür die Spieler und Fans leben, und dieser Zusammenhalt werde in die nächsten Spiele mitgenommen. Das Spiel fand vor 16000 Zuschauern statt.

Source: fcn.de

Laura Koch ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.

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