Birmingham: Shanice Craft gewinnt Silber im Diskuswurf bei Leichtathletik-EM

Shanice Craft hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham eine Silbermedaille im Diskuswurf errungen. Die 33-Jährige erreichte am Freitag im Finale eine Weite von 65,72 Meter. Dies markiert ihr bestes Ergebnis bei Europameisterschaften.
Craft hatte sich als Zweite für das Finale qualifiziert und zeigte sich von Beginn an konzentriert. Bereits im ersten Versuch warf sie 64,49 Meter. Lediglich die Niederländerin Jorinde van Klinken übertraf dies mit 67,67 Meter im ersten Wurf, was ihr die Goldmedaille sicherte. Kristin Pudenz (OSC Potsdam), die zweite deutsche Finalistin, belegte den fünften Platz.
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Crafts Weg zur Silbermedaille
Im zweiten Durchgang näherte sich Vanessa Kamga aus Schweden mit 64,39 Meter an Crafts Position an. Doch Shanice Craft reagierte im dritten Versuch mit ihrem weitesten Wurf des Tages von 65,72 Meter. Diese Leistung lag nur knapp unter ihrer Saisonbestleistung von 66,18 Meter, die sie bei den Deutschen Meisterschaften erzielt hatte.
Die Hallenserin zeigte eine konstante Serie mit sechs gültigen Würfen, die alle zwischen 62,34 und 65,72 Meter lagen. Mit dieser Leistung kehrt Craft nach mehreren Jahren wieder auf das EM-Podium zurück. Zuvor hatte sie in den Jahren 2014 bis 2018 jeweils Bronzemedaillen gewonnen, während sie 2022 und 2024 den siebten bzw. sechsten Platz belegt hatte.


Jorinde van Klinken, die auch als Jahresbeste angereist war und bereits Silber im Kugelstoßen gewonnen hatte, trat die Nachfolge von Sandra Elkasevic an. Vanessa Kamga sicherte sich mit 64,61 Meter die Bronzemedaille und hielt damit Alida van Daalen (64,22 Meter) in Schach.
Pudenz‘ Leistung nach schwieriger Saison
Kristin Pudenz belegte mit 63,27 Meter den fünften Platz. Sie konnte sich im Vergleich zur Qualifikation, wo sie 60,48 Meter geworfen hatte, deutlich steigern. Ihr dritter Wurf war ihr bester und lag etwa einen Meter unter ihrer Saisonbestleistung von 64,28 Meter.
Für Kristin Pudenz war es eine herausfordernde Saison, die durch einen Bandscheibenvorfall beeinträchtigt wurde. Trotz dieser Schwierigkeiten konnte die EM-Zweite von 2022 ihre Position in der europäischen Spitze behaupten. Ihre Leistung in Birmingham zeigt, dass sie trotz der Probleme in der Vorbereitung weiterhin zu den besten Athletinnen gehört.


Shanice Craft äußerte sich nach ihrem Erfolg sehr glücklich und betonte, dass Silber für sie Gold wert sei, da sie lange auf diesen Punkt hingearbeitet habe. Sie sieht dies als Meilenstein für die nächsten zwei Jahre in Richtung Los Angeles und hob die Bedeutung ihres Teams hervor, das eine Trainerin, Physiotherapeuten und einen Chiropraktiker umfasst. Sie erwähnte auch, dass sie vor zwei Jahren mit Ballett begonnen habe, was sie körperlich fordere und zur Optimierung beitrage. Die Feierlichkeiten sollten zumindest mit einem Anstoßen beginnen.
Kristin Pudenz zeigte sich trotz des fünften Platzes nicht ganz zufrieden, da der dritte Platz nicht weit entfernt war. Sie betonte jedoch, dass sie zu Beginn der Saison unsicher war, ob sie überhaupt antreten könne, und der fünfte Platz in Europa daher ein gutes Ergebnis sei, auf dem sie aufbauen könne. Sie ist froh, die Saison durchgezogen zu haben und hofft auf eine gesunde nächste Saison, in der sie ihr Vertrauen in sich selbst und ihren Trainer weiter stärken möchte. Sie plant, ihr Stabi-Training fortzusetzen, um ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu optimieren.
Die Medaille von Shanice Craft war die zwölfte Medaille für das deutsche Team bei den Titelkämpfen in Birmingham.
Source: leichtathletik.de